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Erhält Hürtgenwald eine Sekundarschule?
In den letzten Wochen gibt es einige Themen die alle Gemeinden bewegen und alle Medien füllen. Eines davon ist die Schuldiskussion. Der Landesgesetzgeber hat nach heftigen und kontroversen Debatten ein neues Schulgesetz verabschiedet, das mit der Sekundarschule eine neue Schulform ermöglicht. Eltern können demnächst neben dem Gymnasium und neben der Haupt- und Realschule für ihr Kind auch diese Schulform wählen. Sie unterscheidet sich im Wesentlichen dadurch, dass dort alle Kinder in den Klassen 5 und 6 gemeinsam, also wie in den Grundschulen nach dem gleichen Lehrplan unterrichtet werden. Erst ab Klasse 7 wird ein Differenzierung angeboten.
Wegen der zurückgehenden Schülerzahlen such alle Kommunen und Schulträger nach optimalen Lösungen, um ein möglichst gutes und ortsnahes Angebot langfristig zu gewährleisten. Dabei ist eine Eile, ja nahezu Hektik in die Diskussionen gekommen, die sich nur damit erklären lässt, dass alle die Angst besitzen mit irgendwelchen Entscheidungen zu spät zu kommen. Ob diese Eile im Interesse der Sache und im Interesse aller Kinder und Eltern liegt, ist oft zweifelhaft. Dies beweisen die vielerorts doch sehr kontrovers geführten Debatten.
Auch die CDU Hürtgenwald hat sich frühzeitig des Themas angenommen, sich informiert und mögliche Szenarien alleine und mit anderen Kommunen erörtert. Ziel dieser Überlegungen war und ist es neben den Grundschulen und dem Franziskus Gymnasium den Standort Kleinhau für die Klassen 5 bis 10 zu erhalten. Dafür ist es erforderlich trotz der zurückgegangen Schülerzahlen entweder alleine ein dreizügige oder zusammen mit Schulen anderer Kommunen am Standort Kleinhau eine zweizügige Schule einzurichten. Für eine solche Schule werden für die Errichtungsgenehmigung nur die Schüler gerechnet, die im Zuständigkeitsbereich des Schulträgers leben. Für jede Klasse müssen mindestens 25 Schüler gerechnet werden bzw. sich später anmelden.
Bei allem blieb immer die Überlegung, Haupt- und Realschule zu erhalten. Dazu müssen diese dann mindestens 3 Klassen (1 Klasse Haupt- und 2 Klassen Realschule) je Jahrgang behalten.
Wegen der sich ändernden Schullandschaft in der gesamten Region ist es schwer hier vorher zu sagen, wo künftig die Eltern ihre Kinder anmelden werden. Sicher ist, dass sie dies nur dort tuen, wo sie ein dauerhaft gutes Schulangebot erwarten, wie sie dies von unseren Schulen in Kleinhau bisher gewöhnt sind.
Als Ergebnis all dieser Überlegungen kann festgehalten werden, dass die CDU Hürtgenwald sich für eine Lösung ausspricht, die eine Kooperation in Form eines Schulzweckverbandes mit Simmerath, Monschau und Roetgen ausspricht. Diese Lösung soll nicht überhastet geschaffen werden sondern in aller Ruhe vorbereitet und durchdacht werden. Dies ist aber nicht in wenigen Wochen möglich, wie dies für das Schuljahr 2012/2013 erforderlich wäre. Der Gemeinderat hat deshalb ebenso einstimmig wie die Räte in Simmerath und Monschau beschlossen, die Errichtung einer gemeinsamen Sekundarschule für das Schuljahr 2013 / 2014 anzustreben. Diese Schule soll Standorte in Kleinhau, Simmerath und Monschau erhalten.
Kooperationspartner sollen das Franziskusgymnasium in Vossenack und das St. Michael Gymnasium in Monschau sein. Dort werden nach der Klasse 10 garantiert die Sekundarschüler angenommen, die Abitur machen wollen und eine entsprechende Eignung besitzen.
Wir sind überzeugt, dass wir damit auf einem guten und zukunftsfähigen Weg sind. Wichtig ist, dass auch alles weitere in Ruhe und im Austausch mit Schulen, Eltern und Schülern erarbeitet und entschieden wird.
Nachstehend ist der gesamte Text des Beschlusses vom 15. Dezember 2011 abgedruckt, der so auch in Simmerath und Monschau gefasst wurde:
| Der Rat der Gemeinde Hürtgenwald fasst zur Sicherstellung eines zukunftsfesten, qualitativ hochwertigen und wohnortnahen Schulangebotes folgende Beschlüsse zur Weiterentwicklung der Schullandschaft in der Nordeifel:
Hürtgenwald, im Dezember 2011 |
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